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Leseprobe (Nordeuropamagazin Nordis, 2006):

Winterschwimmen in Finnland - Eiskaltes Vergnügen

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Resümee:

Obwohl die Temperaturen im finnischen Winter meist wesentlich unter -10 Grad Celsius liegen, hat das Eisschwimmen im Land der tausend Seen eine lange Tradition. Viele Finnen hacken Löcher ins meist einen halben Meter dicke Eis, um nach der Sauna ein erfrischendes Bad zu nehmen.
Manche Städter wie zum Beispiel Aila Toivonen tauchen morgens vor der Arbeit kurz in eiskaltes Flusswasser, um Kraft und Energie für den Tag zu tanken. Dem Eisschwimmen werden viele positive Wirkungen für Körper und Psyche zugesprochen. Besonders in der heutigen stressigen Zeit erfreut es sich einer steigenden Beliebtheit.

In Finnland gibt es Wettbewerbe im Dauersaunen, im Ehefrauentragen und Gummistiefelweitwerfen. Eigentlich doch nicht weiter verwunderlich, dass in diesem nordischen Land auch Meisterschaften im Eisschwimmen Gang und Gebe sind: Seit elf Jahren finden sie jährlich auf Landesmeisterschaftsebene und zum 4. Mal nun auch als Weltmeisterschaften statt. Diese Meisterschaften sind nicht nur sportliche Ereignisse, sondern haben den Charakter von ausgelassenen Volksfesten im sanften Licht des nordischen Winterfrühlings. An der letzten WM im nordfinnischen Oulu haben Eisschwimmer aus 18 verschiedenen Ländern teilgenommen, darunter auch der bekannte englische Extremsportler und Rekordbrecher Lewis Gordon Pugh und eine deutsche Freizeit-Winterschwimmgruppe aus Rostock.

 

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